Klimaschutz

Klimaschutz durch das Abfallprodukt Stroh im Bauwesen

Stroh ist ein landwirtschaftliches Nebenprodukt, für das es viele Jahre nur eine Verwendung gab: es zu verbrennen. Stroh wird als Baustoff wieder entdeckt, denn dieses kostengünstige Material bietet gerade im Bauwesen einen hohen ökologischen Nutzwert.

Mit der jährlichen Menge an dem nachwachsenden Rohstoff können beinahe in jedem Land Europas alle Einfamilien -Neubauten bei geringeren Kosten als Niedrigenergiehäuser ausgestattet oder umgebaut werden. Auch wenn nur ein Teil des Materials verwendet wird, ist die Einsparung an Heizenergie enorm. Die Dämmwerte bei einem Strohhaus sind zehnmal höher als bei einem üblichen Passivhaus.

Außerdem hat Stroh eine Verbindung zu weiteren regional verfügbaren, kostengünstigen und einfach zu verarbeitenden Materialien wie Lehm (Erde) und Holz.
Es fließen rund zehn Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes in die Konstruktion, den Ausbau und die Innenausstattung von Häusern, Büros und Fabriken.
40 Prozent des gesamten eingeschlagenen Holzes, der mineralischen Stoffe und des Wassers werden verwendet, um damit Baustoffe herzustellen und zu transportieren.
Die Zahl wird noch größer, wenn man den Energieverbrauch, der notwendig ist, um diese Baustoffe zu transportieren und herzustellen, miteinbezieht.

So werden 45 Prozent der weltweit verwendeten Energie von der Baustoffindustrie für die Herstellung und den Transport von Baustoffen und Gebäuden verbraucht.

Vergleich:

  • Für die Herstellung von einer Tonne Zement (Beton) werden 6.000 Megajoule an Energie aufgewendet.
  • Für die Herstellung von einer Tonne Stroh benötigt man hingegen nur 115 Megajoule an grauer Energie.

Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes verbraucht wird.

Weitere Informationen zur 'Grauen Energie'

Das Umdenken hat bereits begonnen, die lasttragende Stroh-Bauweise kann maßgeblich ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die ökonomische Effizienz und seine guten statischen und bauphysikalischen Eigenschaften machen diesen Rohstoff zum Baumaterial der Zukunft.

Aktuelle Situation

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben durch menschlichen Einfluss eine Konzentration erreicht, die für die letzten Jahrmillionen beispiellos sind.

Die CO2-Konzentration darf auf keinen Fall 450 Parts per Million (ppm, zu deutsch Teile pro Million) übersteigen, damit die mittlere globale Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf zwei bis vier Grad Celcius begrenzt werden kann.

So würde bei einer Überschreitung nach fast einhelliger wissenschaftlicher Meinung die Wahrscheinlichkeit zunehmen, dass die Folgen nicht mehr beherrscht werden können.

Weitere Informationen zu 'Teile pro Million'

Zukunftsperspektive

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nun nicht mehr nur besorgniserregend, sondern erfordern dringend Taten.
Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben eine so hohe Konzentration wie noch nie erreicht. Die Regierungschefs der G-8-Staaten haben  sich auf dem Klimagipfel in Heiligendamm geeinigt, dass bis zum Jahr 2050 eine Halbierung der Treibhausgase ernsthaft zu prüfen sei.

Klimaschutz in Bayern

In Bayern ist die spezifische CO2–Emission pro Kopf gut ein Drittel niedriger als im Bundesdurchschnitt.

Die Bayrische Staatsregierung hat bereits im Jahr 2000 ein Klimaschutzkonzept beschlossen, das zum Ziel hat, die vorhandenen CO2-Einsparpotenziale unter Betrachtung der Kosten–Nutzen-Relation umzusetzen - und den maximalen ökologischen Nutzwert aus neuen Technologien auszuschöpfen.

Die Fortschreibung des bayerischen Klimaschutzkonzeptes „Initiative klimafreundliches Bayern“ folgte im Jahr 2003. Im November 2007 wurde das neue „Klimaprogramm Bayern 2020“ verabschiedet. Hiermit sollen die Maßnahmen von Bund und EU wirksam ergänzt und Bayerns Vorreiterrolle im Klimaschutz weiter ausgebaut werden.

Die Ziele des Bayerische Klimaschutzprogramms liegen unter anderem in der Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien bezogen auf den Primärenenergieverbrauch auf 16 Prozent bis zum Jahr 2020. Hierfür ist Voraussetzung, das die von der Bundesregierung in Meseberg festgelegten Ziele erreicht werden.

Weitere Informationen zum "Klimaprogramm Bayern 2020"

Eine sehr gute Möglichkeit, zum Klimaschutz beizutragen, bietet sich im Bauwesen. Das ist die lasttragende Strohhaustechnik. Dadurch werden Energie und Kosten gespart.

 

Wir reagieren darauf

Wenn wir uns nicht um die Umwelt kümmern,
Wer kümmert sich dann?
Und wenn wir uns nur um uns selbst kümmern,
Wer sind wir dann?
Und wenn wir uns nicht jetzt um den Klimawandel sorgen, Wann dann?

Gedicht von Christina Maria Teresa Weimersheimer





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Generationen müssen handeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zuerst stirbt die Natur - und dann?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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